Gesund essen und Sport – ein automatisches Glücksversprechen?

In den letzten Jahren wurde der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) zum bestimmenden Instrument mit dem Menschen in Gesundheitsklassen eingeteilt wurden. Er wurde aber leider nicht in seiner ganzen Bandbreite wahrgenommen und verbreitet. Das mediale Bild suggeriert einen Körper, der einen BMI von vielleicht 20 hat, ein Quotient nahe des UnterGewichts. Mit einem, im Volksmund Bierbauch genannten, kleinen „Feinschmeckergewölbe“ kann Man(n) noch unter der magischen Zahl 25 bleiben, wird aber trotzdem als „übergewichtig“ stigmatisiert. Das Bild, das in den Medien von Körpern gezeigt wird geht an der Wirklichkeit meilenweit vorbei.

Das lösende Zauberwort, auch wenn diese Formulierung leicht übertrieben ist, ist Normalgewicht. Nach der sogenannten Broca-Methode ist das Normalgewicht dort angesiedelt, wo der BMI schon zum Handeln auffordert, kurz unter der 25. Das Idealgewicht liegt bei 22 und somit in einem Bereich, der von beiden Methoden als sehr gut eingeschätzt wird.

Was leider bei diesen Methoden nicht oder nur ungenügend ermittelt wird, sind das Alter, der Körperbau und ob jemand muskulös ist oder nicht. Von daher sind beide Indizes ungenau und keine guten Ratgeber, maximal ergeben sich durch sie erste Anhaltspunkte.

Vielleicht ist auch ein generelles Umdenken notwendig; solange sich ein Mensch in seiner Haut wohl fühlt und sich aus seiner körperlichen Verfasstheit keine medizinischen Probleme ergeben, solange muss er als normal gelten können. Eine Normalität, die die gesamte Bandbreite möglicher Körper anerkennt und wertschätzt. Auch wenn bisher nicht darüber gesprochen wurde ergibt sich doch aus den Ausführungen, dass es eben nicht nur gutes Essen ist und nicht nur Sport. Regelmäßige Spaziergänge wirken schon Wunder und man darf auch ab und zu mal bei lieferando bestellen, warum denn auch nicht. In der Addition all dieser Ideen lässt sich ein, zugegebenermaßen naiver Versuch sehen dem Diktat der Diäten und der Optimierungsfanatiker zu entkommen.

Aber treffen wir uns auf halben Wege, wir bestellen gemeinsam beim Sushi Lieferservice Köln und laufen dann gemeinsam die 509 Stufen im Dom einmal hoch und wieder herunter. Und vielleicht verstehen wir uns danach so gut, dass wir ein gemeinsames Schloss an die Hohenzollernbrücke hängen.



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